Nisthilfen für Hohltauben
Die einzige bei uns in Baumhöhlen brütende Wildtaubenart ist die Hohltaube. Um geeignete Bruthöhlen zu finden, ist die Hohltaube auf die Mithilfe unseres größten einheimischen Spechtes, des Schwarzspechtes, angewiesen, der ihr ausreichend große Höhlen zimmern kann. Da der Schwarzspecht bei uns nur in wenigen Paaren vorkommt, ist die Brutplatznot vorprogrammiert. Den Hohltauben kann durch das Anbringen von Nistkästen wirksam geholfen werden. Mitglieder des Arbeitskreises haben 17 Nistkästen gebaut, die noch in diesem Frühjahr, rechtzeitig zur neuen Brutsaison, in Bereichen aufgehängt werden, in denen Hohltauben festgestellt wurden.

Foto B.Glüer

 

 

 

 

Hoffentlich klappt es bei unseren Nistkästen auch so gut.

Nisthilfen für Mehlschwalben
An der Lippemauer zwischen der Kurt-Schumacher-Straße und Lange Straße wurden 1988
22 Nisthilfen für Mehlschwalben angebracht.
Am ehemaligen Betriebsgebäude der Fa. Coers wurden 21 künstliche Mehlschwalbennester angebracht, die auch gut angenommen wurden.
Leider nahmen die Mehlschwalben die Nisthilfen an der Lippemauer nach dem Bau des Ufersteges nicht mehr an und das ehemalige Betriebsgebäude der Fa. Coers wurde mittlerweile abgerissen. In nächster Zeit wollen wir versuchen, die Nisthilfen an einer anderen geeigneten Stelle anzubringen.

Künstliche Nisthilfen, in der Mitte zwei von den Mehlschwalben gebaute Naturnester

Uferschwalbenschutz an der Lippe

Seit mehreren Jahren läuft das Renaturierungsprogramm der Lippe. Die Ufer werden von den Steinschüttungen befreit. Vor allem bei Hochwasser entstehen nun wieder Uferabbrüche und damit Steilwände, in die nun die Uferschwalben ihre Bruthöhlen graben können. Die Uferbereiche unseres Grundstückes in der Lippeaue wurden auf unseren Wunsch hin als erste Bereiche renaturiert. Hier siedelte sich in den folgenden Jahren eine Uferschwalbenkolonie von beachtlicher Größe an. In einzelnen Jahren waren es manchmal über 50 Brutpaare.

Steilwand an unserem Grundstück in der Lippeaue mit Brutröhren der Uferschwalbe

Trafo-Station am Siebenpfennigsknapp
Nach Stilllegung und Abbau der Leitungen bemühte sich der Arbeitskreis die verbliebene Trafo-Station 1994 für Naturschutzmaßnahmen zu nutzen. Ein Turmfalkenkasten wurde angebracht, an den Außenwänden Unterschlupfmöglichkeiten für Fledermäuse geschaffen sowie zur Begrünung Efeu angepflanzt. Im Jahr 1996 wurden in den Fledermauskästen die seltenen Zwergfledermäuse festgestellt. Da die Trafo-Station abgerissen werden soll, wurde der Turmfalkenkasten und die Unterschlupfmöglichkeiten für die Fledermäuse abgebaut und auf dem Hof Schulze-Altkappenberg an der Aussenwand einer Scheune angebracht. Die Umsiedlung der Turmfalken und der Fledermäuse gelang.