Die Schleiereule

Die Schleiereule ist eine Eulenart, die sich dem Menschen am engsten angeschlossen hat. Sie hält sich tagsüber in Gebäuden, vorwiegend Scheunen, auf. Vor allem nachts geht sie auf Mäusefang. Da auf den Bauernhöfen fast alle alten Taubenschläge, die sie gern als Brutplatz nutzte, abgebrochen und die Einfluglöcher in Scheunen und Kirchtürmen verschlossen wurden, leidet die Schleiereule besonders stark unter Brutplatzmangel. Durch Anbringen von Brutkästen kann der Schleiereule geholfen werden. Horst Napierski hat mittlerweile 109 Kästen gebaut und sie an geeigneten Stellen angebracht. Sie wurden gut angenommen.

2009 wurde keine vollständige Kartierung durchgeführt. Erfolgreich waren 10 Paare mit 32 Jungen.

2010 waren in 92 kontrollierten Brutkästen 33 Brutpaare erfolgreich mit 175 Jungen.

2011 waren in 80 kontrollierten Brutkästen 7 Brutpaare erfolgreich mit 30 Jungen.
2012 waren in 83 kontrollierten Brutkästen 18 Brutpaare erfolgreich mit 78 Jungen.

2013 waren in 66 kontrollierten Brutkästen 3 Brutpaare erfolgreich mit 8 Jungen.
2014 waren in 78 kontrollierten Brutkästen 13 Brutpaare erfolgreich mit 58 Jungen.
2015 fanden keine Kontrollen statt.
 

 

 

 

 

Hinter dem Einflugloch befindet sich der Brutkasten.

 

 

 

Auch dieser idyllische Kotten hat ein Einflugloch und beherbergt dahinter schon seit Jahren ein Schleiereulenpaar.

 

 

 

Jede Nacht müssen viele Mäuse herangetragen werden, um die hungrigen Mäuler zu stopfen.

 

 

 

Allmählich nehmen die Jungvögel schon das Aussehen einer Schleiereule an.

Beide Fotos S.Feuerbaum

Die Brutkästen werden nicht nur zur Brutzeit kontrolliert. Sie müssen auch regelmäßig gereinigt werden. Bei diesen Tätigkeiten muss man schon schwindelfrei sein, denn die Höhe vom Boden kann durchaus 10m betragen.

 

 

In so einem gereinigten und neu eingestreuten Kasten fühlt man sich wohl. Nur der Fotograf stört die Idylle.