WaldundUmgehungsstrasse

Leserbrief des Arbeitskreises für Umwelt und Heimat:


Wald ist in Lünen oft nur ein Störfaktor


Die Konferenz von Glasgow wurde anscheinend von Lünens SPD und CDU nicht wahrgenommen. Beide versuchen sich hier damit zu profilieren, nicht den Klimawandel zu bekämpfen, sondern das Klima möglichst anzuheizen.

Wald ist für beide Parteien in Lünen allzu oft nur ein Störfaktor, der beseitigt werden muss: jetzt auf dem STEAG-Gelände, zuvor bei Stolzenhoff und beim Kleinbecker Park und demnächst auf der Victoriahalde.. Es sei denn… die Waldbeseitigung und Bodenaufbereitung wäre teurer als die Versiegelung. Was zählt, sind immer nur die Kosten.

Klimanotstand in Lünen wird von beiden Parteien so interpretiert, dass man nun endlich mal an zur Zerstörung von Naturschutzgebieten voranschreiten muss. CDU und SPD möchten jetzt durch die nach europäischer FFH-Richtlinie streng geschützte Lippeaue eine Umgehungsstraße bauen. Dabei hat sich die SPD schon einmal eine blutige Nase geholt, als sie in das Naturschutzgebiet Welschenkamp hineinbauen wollte, dann aber unter dem Druck der Öffentlichkeit zurück rudern musste. Hoffen wir, dass sie bei der Lippeaue ebenso scheitert!

In Lünen muss endlich klar sein: Für Bebauung und Versiegelung sind Naturschutzgebiete und Wälder heutzutage Tabuzonen. Es muss rote Linien gegen den Flächenfraß geben, die nicht mehr überschritten werden dürfen.


Willi Dickhöfer für den Arbeitskreis Umwelt und Heimat

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